Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust ab dem vierten Lebensjahrzehnt .

Die Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates, zum Teil auch durch eine genetische Disposition bedingt. Bleibt sie unbehandelt, so zerstört sie fortschreitend das Bindegewebe und den Knochen rund um den Zahn und führt letztlich zum Zahnverlust. Patienten mit Parodontitis haben zum Teil durch Verzehr von zu viel tierischem Eiweiß auch Anzeichen einer Eiweißspeicherkrankheit (Milch und Käse-Produkte, Fleisch). Bei einem Überangebot an überschüssigen Eiweiß lagert der Organismus das im Binde- und Stützgewebe, auch im parodontalen Stützgewebe ab.

Unausgewogene Ernährung oder Nahrungsmittelunverträglichkeit führen in weiterer Folge zu einer Darmbelastung mit Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts. Stressbelastung und Störung des Ökosystems Mund durch Belastungen im Mund selbst durch Zahnersatz-Materialien, die jahrzehntelang im Mund sind, Schwermetalle, Allergien auf Füllungsmaterialien können eine schon bestehenden parodontale Entzündung verstärken. Je nachdem wie weit die Erkrankung bei dem einzelnen fortgeschritten ist, gibt es festgelegte Behandlungsabläufe.

In meiner Praxis wird auch die Parodontaltherapie nach ganzheitlichen Kriterien ausgerichtet. Nachfolgend die Grundvoraussetzungen und Eckpunkte einer erfolgreichen Parodontaltherapie:

  • Parodontaler Röntgenstatus in Rechtwinkeltechnik: damit kann ich am besten das Ausmaß des Knochenverlustes beurteilen.
  • Individuelle Mundhygiene und Putzinstruktion, Empfehlung individuell geeigneter Pflegeprodukte, Life style Änderung
  • Parodontalstatus: Messung der Taschentiefe
  • Bakterienscreening: Bakterienabstrich aus Zahnfleischtaschen
  • ganzheitliche Parodontaltherapie: Meridianmessung, Orthomolekulare Medizin, Darmsanierung, Frequenztherapie
  • bei fortgeschrittenen Fällen Antibiotikatherapie nach Erstellung eines individuellen Antibiogramms
  • Ozontherapie
  • Chirurgische Parodontaltherapie
  • Schienung
  • Recall

Die chirurgische Parodontaltherapie

Ist die Parodontitis lange unbehandelt und sehr weit fortgeschritten ist es möglich, dass die eingeleiteten Therapien noch nicht zur Gesundung des Zahnhalteapparats führen. Bestehen weiter tiefe Taschen mit Entzündungen, so kann nur mehr eine parodontalchirurgische Operation diesen Prozess aufhalten.

Unter Lokalanästhesie wird ein Zahnfleischlappen gebildet, nur dieser gibt den idealen Zugang zur Wurzeloberfläche, die unter Sicht gereinigt und geglättet wird. Ziel ist die Beseitigung von Bakterienschlupfwinkeln (auch mit der Ozonunterstützung) und tiefen Zahnfleisch- und Knochentaschen.

Eine Schienung der lockeren Zähne ist im Anschluss daran unerlässlich, damit diese während der Heilungsphase eine sichere und ausreichende Stabilität im Knochen erlangen. Der Erfolg dieser Parodontal-Operationen ist nicht immer gewährleistet und abhängig von verschiedenen Faktoren. Grundvoraussetzung für den Erfolg ist ein absolutes Rauchverbot und Einhaltung der individuell erarbeiteten Verhaltensweisen.

Je grösser der Knochendefekt am Zahnhalteapparat, umso geringer sind die Erfolgsaussichten, in diesen Fällen ist dann eine Implantation sinnvoller, denn Implantieren ist einfacher, solange ausreichend Eigenknochen vorhanden ist.

Durch den Knochenabbau entstehen große Zahnfleischdefekte und große Räume zwischen den Zähnen, die Zähne erscheinen länger und die Wurzeloberfläche ist frei und empfindlich. Eine ansprechende ästhetische Lösung sind kosmetische Verblendungen mit Keramikschalen oder Keramikkronen und Brücken aus Cercon und Emax, um diese Lücken zu schließen. Bei Zahnverlust ersetzen wir die fehlenden Zähne durch Implantate, Brücken oder Kombinationsprothesen.

Gerne übernehme ich die Behandlung ihrer Parodontitis und berate Sie hinsichtlich Ihrer Möglichkeiten im Sinne der ganzheitlichen Zahnmedizin.
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